„Es hat doch bisher auch ohne dieses Digitale gut funktioniert!“

Mit dieser Aussage konfrontierte mich die Initiative Digitale Region. Hier meine Antwort:

Wenn die Welt aufhört sich zu drehen und es keinen Fortschritt mehr gibt, mag diese Aussage zutreffend sind. In der Realität trifft sie jedoch nicht zu. Für unsere kleine Gemeinde am Nordrand der Eifel in der direkten Nachbarschaft zur Universitätsstadt Aachen liegen die Chancen der Gemeinde darin, nach Abschluss des Studiums Wohnstandort für junge Familien zu sein. Das Arbeitsleben findet für diese Familien in der Stadt und im Home-Office statt und das Familienleben selbstverständlich auf dem Land. Work-Life-Balance ist ein wichtiges Stichwort. Attraktiv ist die Gemeinde als Wohnstandort für diesen Personenkreis aber nur dann, wenn der Internetzugang daheim das Home-Office via VPN, zwei parallele Netflix-Streams, Spotify, Online-Game und Telefonieren gleichzeitig ermöglicht. Und wenn die Gemeinde nicht nur Schlafdorf werden will, sondern die neuen Bürgerinnen und Bürger auch für das Gemeinwesen gewinnen will, müssen Vereine und Kirchengemeinden selbstverständlich alle Informationen online haben und alle Veranstaltungen in den sozialen Netzwerken bewerben und dokumentieren. Außerdem ist es natürlich klare Erwartungshaltung an die Gemeindeverwaltung alle wesentlichen Verwaltungsprozesse auch online verfügbar zu machen. Denn niemand möchte sich einen halben Tag frei nehmen müssen, um den neuen Familienhund im Rathaus anmelden zu können.

Und wenn es gut läuft, gründen diese Familien bald in der eigenen Garage eine eigene kleine Firma – so in den letzten Jahrzehnten im Maschinenbau und in der Elektrotechnik mehrfach mit großem Erfolg geschehen. Aber dieser Teil der Geschichte wird sich im Hinblick auf Industrie 4.0 nur wiederholen, wenn Internet mit großer Bandbreite verfügbar ist.

Die Gemeindeverwaltung arbeitet daran: