Einladung zur Bürgerwerkstatt

Luftbild

Die Gemeinde Roetgen verfolgt das Ziel, die künftige städtebauliche Entwicklung stärker an ortstypischen Siedlungsstrukturen und Bauweisen zu orientieren und das baukulturelle Erbe nachhaltig zu sichern.

Als ein Baustein in diesem Prozess ist das Institut für Städtebau und Landesplanung der RWTH Aachen University beauftragt, ortsbildprägende Gestaltparameter für die Ortsteile Roetgen, Rott und Mulartshütte aufzuzeigen und zu bewerten.
Alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde sind herzlich eingeladen, an einem offenen Dialog über Potentiale der Ortsbildentwicklung mitzuwirken. Ihre Teilnahme und Ihr Engagement sind ein wichtiger Beitrag zur Sicherung ortsbildtypischer und identitätsstiftender Siedlungsstrukturen und Bauweisen.
Die Bürgerwerkstatt findet statt am

Freitag, den 15. Januar 2016 um 19:00 Uhr
im Bürgersaal, Grundschule Roetgen

Die Ergebnisse dieser Veranstaltung werden in das beauftragte Gestaltgutachten und den weiteren Prozess einbezogen.

2 thoughts to “Einladung zur Bürgerwerkstatt”

  1. Sehr geehrter Herr Klauss,
    mit Spannung warte ich auf Ihre Eindrücke nach der Bürgerwerkstatt zum Ortsbild Roetgen, leider finde ich hier noch nichts. Ich konnte leider nicht teilnehmen, das Ortsbild sehe ich aber als Teil der Lebensqualität aller Einwohner und finde es deshalb enorm wichtig.
    Der Verlust von ortsprägenden Elementen geht leider munter weiter, die Raiffeisenbank fällt hinter ihrem Neubau eine hundertjährige Eiche, die ein Zeuge für die Geschichte des Türmchenhauses hätte sein können.
    Die Zeitung war informiert, berichtet aber nicht. Vielleicht Rücksicht auf einen guten Werbepartner ?
    Ensteht nun eine geschlossene Parkplatzlandschaft von Aldi bis Netto durchgehend ? Wie stehen Sie dazu ?
    Eigentum verpflichtet, ganz besonders eine Bank, der Imageverlust ist nicht wieder gutzumachen.
    Aber eine Bürgerwerkstatt soll doch ein Ergebnis haben, mein Vorschlag zur Lenkung des Themas ‚Bäume in Roetgen‘ in eine ganz neue Richtung:
    Die Gemeinde ruft ein Baumpflanzprogramm ins Leben ! An festzulegenden Standorten mit langfristig guten Perspektiven für ‚richtige‘ Bäume (Eiche, Buche, Linde, Esche, etc.) können Bürger oder Institutionen einen Baum pflanzen, dieser wird versehen mit einer Stiftungsplakette und unter besonderen Schutz gestellt. Ob Hochzeitsbaum, 75.erGeburtstagsbaum oder Bankfilialeinweihungsbaum, als zukunftsweisendes Zeichen für ein weiterhin baumreiches Ortsbild. Der Imagegewinn für die Stifter und die Gemeinde wird immens sein.
    Wie wärs ?
    Mit freundlichen Grüßen Michael Honné

    1. Sehr geehrter Herr Honné,
      nachdem eine entsprechende Arbeitsgruppe des Gemeinderates über Monate eine Baumschutzsatzung ausgearbeitet hatte, die übrigens weitgehend auf Freiwilligkeit ausgerichtet war, ist diese im Gemeinderat gescheitert. Seinerzeit hatten CDU, UWG und FDP eine solche Satzung abgelehnt. Daher möchte ich Ihnen nicht zu viel Hoffnung im Hinblick auf eine zukünftige Unterschutzstellung von Bäumen, die nicht bereits als Naturdenkmal eingetragen sind, machen. Voraussetzung wäre, dass eine der drei Parteien ihre Meinung ändert.
      Die Tatsache, dass es das Türmchenhaus nicht mehr gibt, betrauern viele Roetgener. Viele andere verstehen die Aufregung rund um das Haus nicht. Angeführt wird, dass es nicht unter Denkmalschutz stand und für viele außerdem eine eher unrühmliche Historie hatte.
      Die Aktivitäten von Prof. Westerheide und Team münden in einer Empfehlung an den Gemeinderat. Dies kann von einem unverbindlichen Leitfaden für Bauherren bis hin zu Gestaltungs- oder Erhaltungssatzungen führen. Ich persönlich bin sehr gespannt, wie die politische Diskussion ablaufen wird und zu welchen Ergebnissen sie führt. Die Roetgenerinnen und Roetgener werden sich aus meiner Sicht keine Regelung gefallen lassen, die ihre freie Entscheidung zu sehr einschränkt, auf eigenem Grund und Boden zu tun und zu lassen was sie möchten.
      Für das Türmchenhaus wäre in der Lage keines der genannten Werkzeuge eine Rettung gewesen. Mit einem Eigentümer, der das Haus nicht erhalten möchte, wäre das Türmchenhaus also unter keinen Umständen zu retten gewesen. Und damit stellt sich dann die Frage, welche Schwerpunkte bei der Ortsgestaltung gesetzt werden sollen.
      Es geht meines Erachtens darum, Ortsentwicklung zu ermöglichen und Attraktivität zu bewahren. Verbote empfinde ich nicht als besonders zielführend. Insofern bin ich ganz auf Ihrer Seite, wenn es darum geht, positive Anreize für die Ortsgestaltung zu setzen. Gestiftete Bäume sind eine gute Idee, die ich in die Diskussion einbringen werde. Eine Anreiz, Hecken zu pflanzen, wäre vielleicht auch gut.
      Viele Grüße
      Jorma Klauss

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